Ois Guade, Bert !

Ois Guade, Bert !

Ois Guade, Bert !

Einen runden Geburtstag kann man schon mal g‘scheit feiern – man kann auch ein Standerl bringen zu einem Fünfziger und vielleicht, nach einem Schnapserl, noch ein Marschei drauf legen– so war’s bis zum denkwürdigen 23. August 2011.

Für den Schiller Albert, der an diesem Tag wirklich seinen 50. Geburtstag hatte, gab’s aber noch mehr, fast wie für einen Hochzeiter: Die Musi in einer schon fast Gaufest-reifen Besetzung (einfach super, Leute!) erschien Schlag Fünfe (in der Früh natürlich) in der Angermühlstraße. Schon beim ersten Marsch erschien der „Jubilar“ – seltsamer weise in voller Tracht, obwohl er eigentlich nichts wusste von der Überraschung. Na ja, wenn man die Tracht mit dem Schlafanzug verwechselt, kann das schon mal vorkommen…

Noch ein Marschei, und dann die zweite, wirklich große Überraschung: Die Musi packte selbst die Weißwurschtbrotzeit aus, aber schon komplett, mit Gaskocher, Würscht, Senf, Brezn, und sogar Teller und’s Werkzeug war da. Großen Dank wieder mal an unseren Leib- und Magenkoch Bernhard Depta, dem dieses Kunststückerl in aller Herrgottsfrüh gelungen ist!

Und warum hat man (der 2. Vorstand Martin Frey, der Hefter Luck war in Urlaub) die ganze Mett’n veranstaltet? Ned bloß, weil der Albert a netter Kerl ist und zum Urgestein der Musi gehört, weil er seit Jahrzehnten die Klarinettn bläst und im Konzert auch ein Riesending von Saxophon: Albert Schiller war 1989 Gründungsvorstand des Vereins „Musikkapelle Rohrdorf e.V.“ und übte dieses nicht immer leichte Amt ganze 15 Jahre bis 2004 aus.

In seine Amtszeit fiel also die Gründung des Musikvereins, aber auch zwei Bezirksmusikfeste, nämlich 1989 (32. Bezirksmusikfest) und 2000 (40. Bezirksmusikfest). Den Ausbau des Dachgeschosses im alten Schulhaus zu einem Musikheim und vieles mehr hatte Albert in seiner langen Vorstandszeit zu verantworten. So auch den Ausflug nach Dresden mit Standkonzert vor der Semperoper, ein „olympiareifer“ Auftritt im Münchener Olympiastadion sowie eine Reihe von Konzerten und Ausflügen, die die europäische Partnerschaft mit Rosate, Tarnowo Podgorne und Schattendorf mit sich brachte.

Und weil es dem Bert als Vorstands-Rentner anscheinend zu langweilig war, stellte er sich 2006 wieder als Gründungsvorstand des Fördervereins der MK Rohrdorf zur Verfügung, ein Amt, das er bis heute mit Geduld und großem Geschick ausübt.

So, jetzt wissts as.

Oiso numoi, Albert: Ois Guade zum Fuchzger!

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Text/Bild: Ulf Lohmann